Handwerk hat goldenen Boden

Handwerk hat goldenen Boden, dieser „alte Spruch“ ist wahrlich nicht veraltet. Das ist schon seit ewigen Zeiten bekannt. Mittelständische Handwerksfirmen sind traditionelle Firmen, die oft an die Nachkommen weitergegeben werden. Die Produkte, die ein Handwerksbetrieb fertigt, werden meist auf Nachfrage oder Bestellungen produziert. Um in einem Handwerksberuf zu arbeiten, braucht es handwerkliches Geschick. Eine saubere handwerkliche Tätigkeit steht einer industriellen Massenproduktion gegenüber. Wer sein Handwerk versteht und sich das richtige Handwerk aussucht, der kann auch in schwierigen Zeiten überleben. Leider gibt es aber immer wieder Handwerksberufe, die durch ähnliche Tätigkeiten und durch wirtschaftliche und technische Innovationen verdrängt werden.

Handwerksberufe, die nicht aussterben werden

Bäcker und Konditor

Den Berufsstand Bäcker hat es schon immer gegeben, denn die Menschen müssen essen. Heutzutage tendieren die Menschen wieder mehr zu den kleinen Bäckereien, die mehr Handarbeit bei der Fertigung einsetzen. Backt der Bäcker Brot und Brötchen, sind Konditoren dagegen auf süße Backwaren, wie Gebäck und Torten spezialisiert. Es ist möglich, Bestellungen bei einer Bäckerei aufzugeben. Wer es bequem haben möchte, kann sogar seine leckere torten online bestellen günstig und sich nach Hause liefern lassen. Der Bäckerberuf ist kein einfacher Beruf, da die Arbeitszeit des Bäckers zwischen 01.00 Uhr und 03.00 Uhr in der Nacht beginnt. Vorbereitung und Backen brauchen Zeit und Kunden erwarten bereits früh am Morgen die ersten frischen Brötchen. Gut ausgebildete Bäcker sind nach wie vor gefragt, sodass sich gute Bäcker kaum Sorgen um ihre Existenz machen müssen.

Zimmermann und Tischler

Der Beruf des Tischlers und des Zimmermanns ist sehr vielschichtig. Während der Tischler Fenster, Möbel oder Treppen produziert, fertigt der Zimmermann beispielsweise Dachkonstruktionen, Balkone und Veranden. Arbeiter in diesen Berufen arbeiten mit dem Rohstoff Holz. In diesen Berufen wird nicht nur hergestellt, sondern er umfasst auch Planungen, Skizzen, Entwürfe, Zeichnungen, Preiskalkulationen und Arbeitsabläufe. Und am Ende entsteht etwas sehr Schönes und zum Teil Bleibendes.

Baugewerbe

Auch die Bauindustrie wird es immer geben. Sie unterteilt sich grob in Hoch- und Tiefbau. Der Hochbau umfasst den Bau von Wohnhäusern und industriellen Bauten. Der Bereich Tiefbau beinhaltet Straßen- und Brückenbau. Bauberufe sind weiterhin gefragt. Interessierte haben die Möglichkeit, in vielen Teilgebieten des Baugewerbes zu arbeiten und sich zu entwickeln: zum einen im Bauhauptgewerbe, wo die Ausführung an erster Stelle steht, zum anderen im Baunebengewerbe wo im Bereich Ausbau gearbeitet wird und zu guter Letzt im Bauhilfsgewerbe, wo die Voraussetzungen für gute Bauarbeiten geschaffen werden. Wer in der Branche sesshaft werden möchte, muss sich damit abfinden nicht nur in der Nähe des Wohnortes zu arbeiten, sondern deutschland- und sogar weltweit eingesetzt zu werden.

Klempner

Diesen Beruf hat schon Reinhard Mey 1974 besungen, mit „Ein dreifach Hoch dem, der dies gold’ne Handwerk schuf!“. Der Beruf des Klempners ist ein klassischer Männerberuf und wird auch heute meist von Männern ausgeführt. Es werden als Klempner meist Gas- und Wasserinstallateure sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Installateure bezeichnet. Aber auch das Verkleiden von Dachflächen, Schornsteinen und Fassaden gehört zu diesem Berufsstand. Zur Arbeit des Klempners gehören das Ein- oder Anbauen und die Wartung und die Reparatur. Die Arbeitszeiten sind normal, jedoch muss der Installateur bei Havarien oder Störungen jederzeit zur Stelle sein.