Auswanderung leicht gemacht: Spielerisch in Norwegen Fuß fassen

Wer mit dem Gedanken spielt nach Norwegen auszuwandern, hat eine Vielzahl an Vorkehrungen zu treffen. Die Arbeitssuche steht an und eine passende Wohnung muss gefunden und bezogen werden. Die Wohnungsauflösung in Deutschland muss abgewickelt werden und für den Umzug sind vielerlei Dinge zwecks Transport zu planen und zu beachten.

Während dies alles eine Frage der Organisation ist, gibt es auch sprachliche Hürden die zu bewältigen sind bei Behördengänge, Anmeldungen, Verträge und bei vieles Mehr. Dieser Artikel wird Ihnen behilflich sein spielerisch Fuß zu fassen, problem- und reibungslos.

 

Freie Mobilität

 

Da Norwegen Teil des EWR-Abkommens ist, welche die Freizügigkeit der Arbeitssuche im Europäischen Ausland gewährleistet, ist es kein großes Unterfangen den Übergang zwischen Deutschland und Norwegen zu schaffen. Bürger und Bürgerinnen können sich problemlos für 3 Monate ohne Aufenthaltserlaubnis in Norwegen aufhalten, um auf die Arbeitssuche zu gehen. Nach den 3 Monaten bedarf es ausschliesslich einem Besuch bei der örtlichen Polizei, wo man einen Einstellungsnachweis und einen gültigen Reisepass vorweisen muss, um eine Verlängerung zu erhalten. Dies ist daher das kleinste Übel, um eine freie Mobilität zu ermöglichen.

 

Das passende Domizil

 

Nachdem Sie einen Job gefunden haben, kommt es zur Wohnungssuche. Das ist manchmal schwieriger, als die Suche nach einem Job. Aber auch das ist kein unlösbares Problem. Hier ist dann das Internet hilfreich. Neben dem studieren der Wohnungsanzeigen, gibt es noch die Möglichkeit eine eigene Anzeige aufzugeben. Die größte überregionale Zeitung ist „Aftenposten“, in der täglich, vor allem jeweils  Donnerstags, offene Stellen veröffentlicht werden. In der Sonntagsausgabe werden häufig Anzeigen der letzten Wochentage zusammengefasst. Die größten regionalen Zeitungen sind „Adresseavisen“ (Trondheim), „Bergens Tidende“ und „Stavanger Aftenblad“.
Zuerst jedoch muss man sich überlegen wie genau man sich seinen Umzug gestalten möchte. Soll der ganze Hausrat von Deutschland mit, oder sollte man vor Ort ein möbliertes Zimmer mieten? Wie groß soll die neue Wohnung sein? Auch ist wichtig, ob der Aufenthalt in Norwegen für eine begrenzte Zeit wie z.B. für 6 –12 Monate sein soll, oder ob ein Umzug für länger geplant ist. Sind diese Fragen geklärt, findet man auf diversen Internet Seiten eine Hülle von Angeboten. Wer statt einer Wohnung nur ein Zimmer sucht, sollte unter dem Stichwort “Hybel” sein Glück versuchen. Da die meisten Norweger ihre Wohnungen nicht mieten, sondern kaufen, ist das Angebot auf dem Mietsektor etwas begrenzter.

 

Der Bedarf an Arbeitskräften

 

Einen ersten Gesamtüberblick über den Bedarf von Arbeitskräften in Norwegen bieten Online-Portale, wobei aber auch in Deutschland Unternehmen tätig sind, die Arbeitskräfte für Norwegen suchen. Auf Beiden findet man viele praktische Hinweise für die Arbeitssuche in Norwegen. Auch die Anschriften und Telefonnummern der über 150 norwegischen Arbeitsämter sind im Internet zu finden. Allerdings wird auf den Ämtern fast nur Norwegisch oder Englisch gesprochen, praktisch wäre es eine Übersetzungs- und Dolmetscher-Firma zu beauftragen, die sich als Mittelsmann um Ihre Anliegen kümmert. Lesen Sie hier mehr.

 

Es ist auch möglich, das Servicetelefon: +47 80 03 31 66 zwischen 8:00 und 18:00 Uhr anzurufen, um sich nach Stellenangeboten in Norwegen zu erkundigen. Zu diesem Service, der von der norwegischen Arbeitsmarktverwaltung, Aetat, angeboten wird, gehört der Versand von Stellenbeschreibungen. Diese liegen allerdings nur auf Norwegisch vor, auch hierfür wäre eine Übersetzungsfirma sehr hilfreich.

 

Sprachbarriere

 

Die vermeintliche Sprachbarriere kann schnell überwunden werden: In Norwegen spricht fast jeder ein solides Englisch und in den größeren Gebieten oft auch Deutsch. Fachkräfte aus Deutschland werden gerne eingestellt und die Sprachbarriere lässt sich gut überbrücken, da die Norweger sehr flexibel sind. Sprechen Sie jedoch kein Englisch, dann sollte gleich nach dem Umzug und dem Arbeitsbeginn ein Sprachkurs in Angriff genommen werden, damit Sie schnellstmöglich integriert werden können. So fällt das nette Gespräch unter Kollegen, mit der Geschäftsleitung und dem Nachbarn auch gleich viel leichter.

 

Wir wünschen viel Erfolg mit Ihrer Auswanderung nach Norwegen!